Erinnerungen an das Berner Oberland - Sommer 2023

Über die Grenze geschaut - Südvogesen im Juni 2024

2025 - neue Wege 

Westpfalz, Felsenland und Trifelsland... immer wieder schön!

Kurz entschlossen ging es drei Tage in den Pfälzerwald und es hat sich wieder richtig gelohnt!

13.10.2025, Westpfalz:
Schmugglerpfad

Auf der Anfahrt zu ein paar spontanen Wandertagen im Pfälzerwald bin ich gestern den grenzüberschreitenden Schmugglerpfad zwischen Kröppen und Walschbronn gelaufen.

Vom hochgelegenen Kröppen ging es zunächst über Feldwege und durch eine schöne Allee mit alten Apfelbäumen, bevor der Weg bergab in den Wald und ins Tal zur Hilster Mühle führte. 

Nun ging es bequem weiter, am Roten Felsen entlang bis zum alten Zollhäuschen, wo man die Trualbe überquert - den Bach ohne Grenzen/Roisseau sans Frontière.

Ein schöner Wiesenweg führt auf der französischen Seite nach Walschbronn, das in vergangenen Jahrhunderten ein berühmter Badeort war und über eine ganz besondere Quelle verfügte.

Über dem hübschen Ort findet sich die kleine Ruine der Weckersburg, die liebevoll restauriert wurde.

Im weiteren Verlauf stieg der Weg wieder an und in den Wald hinauf, vorbei am Hexenfelsen und der Hexenfelshütte. 

Die letzten drei Kilometer bis Kröppen zogen sich leider auf einem frisch geschotterten Weg dahin, der weder Fußgängern noch Radfahrern noch Menschen mit Kinderwagen oder Rollatoren Freude machen dürfte...

Insgesamt betrachtet, ist man meist auf breiten Feld- und Waldwegen unterwegs, der Pfad ist mit zahlreichen Infotafeln gut gestaltet, hat jedoch eher den Charakter eines ausgedehnten Spazierganges im für die Westpfalz typischen Gelände mit Hochflächen und tiefen Taleinschnitten.

Aber nach zwei Stunden Autofahrt hat die Runde gut getan! 

...bloß auf den kalten Wind in der Höhe hätte ich gerne verzichtet!
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14.10.202, Pfälzerwald:
Dahner Burgen und mehr

Nachdem meine heutige Wander-Verabredung geplatzt ist, bin ich einfach mal losgelaufen...

Vom Kurpark in Dahn hinauf zum Hochstein und weiter zu den Dahner Burgen.

Diese habe ich ausführlich erkundet, denn mein letzter Ausflug dorthin liegt schon einige Jahre zurück.

Nächster Zielpunkt war der Römerfelsen mit seiner gnadenlosen Leiter, die man in direkter Konkurrenz zum Lanzenfahrter Felsen und Hühnerstein sehen darf!

Dann gings weiter zum Burgblickfelsen, von dem man u.U. den Elwetritschehorst sehen kann, dann auf dem Lachberg und am grandiosen Kuckucksfelsen entlang und durch den Kurpark wieder zurück.

Das Wetter bot auch alles: dunkle Wolken, warmen Sonnenschein und kalten Wind. 

Aber die Tour hat Spaß gemacht, viele Aussichten geboten und reichlich Treppen...
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15.10.2025, Pfälzerwald:
Hauensteiner Schusterpfad

So oft waren wir schon in der Gegend, aber heute sind wir zum ersten Mal den Hauensteiner Schusterpfad gelaufen.

Gleich zu Beginn kam nach wenigen Metern Anstieg das erste Highlight: der imposante Nedingfelsen mit seinem Felsentor und einem ersten Rundumblick auf Hauenstein und seine Umgebung. 

Dann ging es hinunter, durch die Wiesen am Ortsrand und wieder bergauf zum Kreuzelfelsen.

Darauf folgten dicht hintereinander der Kahle Felsen und der imposante Backelstein, jeweils mit einem kleinen Schlenker abseits vom Schusterpfad. 

Das absolute Highlight war nun der Hühnerstein mit seiner Leiter - mein liebster Aufstieg im Pfälzerwald!

Die Aussicht von der kleinen Plattform ganz oben ist einfach klasse, vor allem, wenn sich die Sonne endlich durch die Wolken gekämpft hat!

Von hier ging es den restlichen Weg moderat entlang an der Dicken Eiche, vorbei am Winterkirchel und der Himmelspforte bis zum Max-Meyer-Stein beim Trifelsblick, wo wir an diesem eher trüben Tag richtig Glück hatten und tatsächlich in der Ferne der Trifels leuchtend im Sonnenschein zu erkennen war.

Übrigens ist der Max-Meyer-Stein eigentlich auch ein Felsentor, aber nur ein ganz kleines 

Das letzte Wegstück verlief wenig spektakulär im Wald zurück zum Nedingfelsen, wo wir gestartet waren.

Es war ein guter Wandertag mit großartigen Felsen, angenehmen Wegen und Pfaden sowie vielen weiten Ausblicken auf den sich herbstlich färbenden Wald.

Das Wetter wie die Tage zuvor: dunkle Wolken, weiße Wolken, gelegentlich zeigte sich die Sonne und ab und an pfiff uns ein kalter Wind um die Ohren.

Äfach schää im Pälzerwald!!!
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September 2025 - mal annerschwu ;-) - schöne Tage auf Spiekeroog mit täglichen Rundgängen durch die Dünen und über den Strand

Wie alle paar Jahre mal, ging es wieder an die Nordsee auf unsere ostfriesische Lieblingsinsel Spiekeroog. Dort kann man herrliche Rundgänge unternehmen, die Dünenlandschaft und den weiten Strand genießen und sich ordentlich den Wind um die Nase wehen und die Sonne aufs Gesicht scheinen lassen...

Juli 2025 - San Vigilio im Enneberg - Ausflug ins Trentino

Dieses Mal hatten wir leider kein Glück mit dem Wetter...
In dieser Woche gab es häufig Gewitter und starken Regen, sodass wir lediglich einige längere Spaziergänge unternehmen konnten.
Nur einen Tag gab es, an dem vom Morgen bis zum späten Nachmittag ein größerer Ausflug unter Sonne und weißen Wolken möglich war, bevor am Abend wieder ein heftiges Gewitter niederging. 
Sehr schade, denn die Gegend hat wirklich Potenzial für ausgiebige Hochtouren!
In Anbetracht der eingeschränkten Möglichkeiten bei schlechtem Wetter und vor allem aber der Verkehrssituation zwischen San Vigilio und Füssen, verlockt es allerdings nicht, dort noch einmal hinzureisen! 
Da hilft es auch nicht, dass man mit der Gästekarte in ganz Südtirol den ÖPNV kostenlos nutzen kann...

22.07.2025
Der schönste Tag im Trentino - unser Ausflug auf den Kronplatz (2275 m), dem Hausberg von Bruneck, das wir am Vortag im Regen besucht haben. Mit der Bergbahn ging es gemütlich rauf und runter, oben wurde das MMM Corones, das Messner Moutain Museum am Kronplatz, besucht und natürlich der obligatorische Kaiserschmarrn verputzt. Der Tag war sommerlich warm und wir genossen eine Stunde mit einem 360° Rundumblick auf die Gipfel. Gleich nach der Rückkehr ins Hotel brach schon wieder ein Gewitter los... 

23.07.2025
Gipfelspaziergang auf dem
Piz de Plaies (1700 m) oberhalb von San Vigilio. Auf Grund der anhaltenden Regen-Vorhersage nahmen wir wieder die Bergbahn hinauf und hatten zumindest so viel Glück, dass wir den moderaten Abstieg noch vor dem nächsten Schauer hinter uns bringen konnten. 
Das Bild des Monte Muro mit seinem Gipfel in dunklen Wolken ist geradezu sinnbildlich für unseren Aufenthalt im Trentino...

25.07.2025
Letzter Versuch - geplant war eine kurze Wanderung im Naturpark Fanes-Senes-Braies mit Start beim Refugio Pederü. Wir wollten hinauf zur Fanes-Hütte mit Wasserfällen und kleinen Seen am Weg. 
Schon beim Start am Pederü nieselte es und auf den ersten steilen 250 hm wurde der Regen immer stärker, es zog immer mehr zu und es wurde zunehmend dunkler. 
Es hat nicht sollen sein...
Also zurück und erstmal eingekehrt, bevor wir uns zugegebenermaßen enttäuscht auf den Rückweg ins Hotel machten. 

 

Juli 2025 - Unser Zielgebiet war dieses Mal die Gegend um Garmisch herum, immer die Zugspitze im Blick... 

Am Tag der Anreise machten wir einen kurzen Spaziergang zu den Kuhflucht-Wasserfällen - 5 km/87 hm.
Am Tag vor der Abreise unternahmen wir eine Runde auf dem Philosophenweg - 5 km/151 hm. 

30.06.2025
von Farchant auf den Wank

Vom Hotel ging es direkt durch das Naturschutzgebiet Kuhflucht hinüber zum Einstieg auf den felsigen Pfad hinauf auf den 1780 m hohen Wank. 

Dieser schöne, schmale Pfad führte uns in zahllosen Serpentinen zunächst durch dichten Wald, dann ein kurzes Stück über einen Forstweg und wieder in steilen Serpentinen immer weiter bergauf, über eine Weide voller friedlicher, junger Ochsen, im oberen Drittel dann im Sonnenschein, aber stets mit weiten Ausblicken auf die hohen Felsengipfel von Zugspitze, Waxenstein und Alpspitze, das Wettersteinmassiv, das Ammergebirge und was sonst noch ringsum an Bergen zu sehen ist. 

Mittlerweile hatte sich eine ordentliche Sommerhitze entwickelt und wir waren froh, nach dem langen Anstieg mit über 1100 Höhenmetern auf der schattigen Terrasse des Wankhauses eine große Pause mit Blick auf Garmisch und seine umgebenden Alpengipfel genießen zu können. 

Da der Abstieg nur einen wenig spektakulären Weg direkt unter der Bergbahn zu bieten hatte, stiegen wir in die Kabine der Seilbahn und schwebten verschwitzt, aber sehr zufrieden mit unserer sportlichen Leistung des ersten Tages hinunter zur Talstation, von wo uns der Bus bequem zurück nach Farchant brachte.

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01.07.2025
die rauschenden Wasser der Partnachklamm

Heute fuhren wir mit dem Bus nach Garmisch ans Skistadion mit seiner alles überragenden Sprungschanze, von wo ein breiter Weg in einer guten halben Stunde zum Eingang der Partnachklamm führt. 

Begleitet vom tosenden Rauschen der Partnach wanderten wir gemächlich durch diese beeindruckende Schlucht, wo es an vielen Stellen von oben rieselt und tropft, und obwohl der Wasserstand niedrig war, faszinierte es uns, mit welcher Geschwindigkeit das grüne Wasser durch sein felsiges Bett schoss. 

Gleich im Anschluss an die Klamm ging es über eine Hängebrücke in Treppenform und auf einem bequemen Weg steil hinauf zum Vordergraseck. 

Bevor der Weg wieder in den Wald und weiter bergauf zum Eckbauer führte, genossen wir wieder das Bergpanorama und ließen die Eindrücke aus der Partnachklamm noch ein wenig sacken. 

Der Rest des Weges zog sich unspektakulär in Windungen durch den Wald bergauf, um am Ende beim Eckbauer zu landen, wo man sich schön zur Rast hinsetzen und mit lokalen Spezialitäten verwöhnen lassen kann. 

Auch heute war es wieder ein heißer Tag, sodass wir mit der Eckbauer-Bahn zum Skistadion hinunterschwebten und in einem überhitzten und gestopft vollen Bus die Rückfahrt nach Farchant antraten. 

Unser zweiter Tag im Zugspitzland war vom sportlichen Anspruch her passabel nach dem großen Anstieg gestern in der Hitze, die Klamm war aufregend mit ihrem engen Felswänden und rauschenden Wassern, der Weg zum Eckbauer war zwar steil, aber eintönig, die Busfahrt dann eher zum Abgewöhnen... 

Dennoch waren wir zufrieden und gespannt auf die Nacht und den nächsten Morgen, denn es war Gewitter angesagt, und wir wollten deshalb beim Frühstück spontan entscheiden, welche Tour wir unternehmen. 

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02.07.2025
kurz mal auf den Schafkopf 

Der Morgen zeigte sich sonnig, die Vorhersage kündigte Gewitter erst für den späten Nachmittag an, also los!

Wir durchquerten das Dörfchen Farchant, um auf die andere Talseite zu gelangen, zum Einstieg auf den Pfad zum 1380 m hohen Schafkopf hinauf. 

Den lokalen Gegebenheiten gemäß, ging es sofort wieder über Steine und Wurzeln in Windungen steil bergauf, auch die Temperaturen stiegen gefühlt steil an, aber in geruhsamer Gangart ließ sich der schmale Pfad im Wald gut bewältigen und wir stiegen höher und höher, bis wir in der frühen Mittagszeit das Gipfelkreuz mit seinem Postkartenpanorama erreichten und uns zur Rast im Schatten niederlassen konnten. 

Geplant war der Abstieg nahe beim Aufstieg, allein - der Teufel steckt im Detail, und zwar in Form zweier nahe beieinander liegender Abzweigungen in Gipfelnähe, die beide den Rückweg nach Farchant anzeigten...

Wir nahmen die Abzweigung, die nach einer Weile auf einen breiten Forstweg in der Sonne führte, zwar bergab und in die richtige Richtung, aber eben weit außen herum. Immerhin ließ es sich flott laufen und nach etwa dem halben Abstieg erreichten wir einen idyllischen Wiesengrund, der uns für den Forstweg entschädigte. 

Noch ein gutes Stück bergab und wir erreichten endlich den Talgrund, wo es noch eine weite Wiesenfläche zu überqueren galt, bevor wir unser Wunschziel, das Eiscafe in Farchant, mittlerweile schon unter grauen Wolken erreichten. 

Noch flugs einen sehr verdienten Eisbecher verputzt und dann die Füße in die Hand genommen, denn mittlerweile fielen große Tropfen und wir wollten unter Dach kommen.  

Etwas k.o. waren wir zwar, aber sehr zufrieden mit dieser ungeplant langen Tour am dritten Tag in der Sommerhitze. Bald nach unserer Rückkehr ins Hotel legte das Gewitter los, also alles wieder richtig gemacht!

Das war ein sehr sportlicher Tag!  

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Juni 2025 - erneut hat es uns in die Vogesen gezogen, dieses Mal zwischen Col de la Schlucht und La Bresse...

 

14.06.2025 
Tag 1: vom Col de la Schlucht zum Lac Vert 

Gestartet sind wir wie geplant am Col de la Schlucht, sofort stetig bergan auf dem GR 5 mit dem roten Zeichen einem alten Grenzweg folgend, bis zum Abzweig mit dem gelben Dreieck in Richtung Hirschsteine. Bald erreichten wir beim Spitzenfels (1190 m) den ersten Aussichtspunkt mit Weitblick, zunächst noch unter grau bewölktem Himmel und kräftigem Wind.

Auf schmalen Wegen ging es weiter bis zu einer Felsentreppe, die den Einstieg zum 1908 vom Vogesenclub angelegten Sentier des Hirschsteine darstellt und auf den stellenweise recht ausgesetzten Felsenpfad führt. Der Sentier zieht sich über schmale Felsbänder, oftmals durch Stahlrohre oder Tritteisen versichert, bis zu einer langen, steilen Leiter, die zu einem kleinen Aussichtsplateau führt.  

Ein Stück weiter überquerten wir eine offene Geröllhalde, wonach wir über eine Serpentine hinauf zum Haut de Baerenbach (1227 m) gelangten, wo es nun wieder mit dem GR 5 auf dem Gratweg zum Petit Wurzelstein weiterging. Auch von hier eröffneten sich weite Ausblicke nach Osten, Süden und Westen. 

Bald darauf verließen wir den GR 5 wieder und stiegen mit dem blauen Dreieck ab, passierten den Grand Wurzelstein und ließen uns bei der Auberge Schupferen zu einer kleinen Rast im Schatten nieder, denn mittlerweile war es ordentlich warm geworden. 

Nun führte unser Weg mit dem blau-weiß-blauen Zeichen durch den Wald bis zum Lac Vert (1044 m), wo viel Trubel herrschte, denn dieser kleine See ist mit dem Auto erreichbar. Die Umrundung schenkten wir uns, es ist ein kleiner überschaubarer See, eine Gletschermulde der letzten Eiszeit. 

Die nächsten Höhenmeter standen an und brachten uns mit dem gelben X zurück auf den Gratweg, dem wir mit dem roten Zeichen des GR 5 für den Rest unserer Tour folgten. Wir passierten Le Tanet (1294 m) und mehrere schöne Aussichtspunkte, bevor es dann den felsigen Weg wieder hinunter zum Col de la Schlucht ging. 

Das war eine sportliche Tour, die sicheren Tritt und Schwindelfreiheit verlangte, jedoch landschaftlich viel zu bieten hatte und streckenweise durch richtig urigen Wald führte. So hatten wir uns das gewünscht! Wir waren zwar von der Hitze ziemlich erledigt, aber unser Wanderherz war glücklich!
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15.06.2025 
Tag 2: vom Col du Brabant zum Lac des Corbeaux 

Der Tag begann wie angekündigt mit dunklen Wolken, Wind und Regen, sodass wir etwas zögerlich in Richtung Startpunkt losfuhren. Unterwegs kamen wir an einer Halle mit Flohmarkt vorbei, wo wir auf dem Parkplatz ein kurzes, aber sehr heftiges Gewitter ausgesessen haben und danach geruhsam über den Flohmarkt zu schlendern. Bald verzog sich das Unwetter und die Sonne kam wieder – also ab zum Col du Brabant, im Sinn vorsichtshalber eine etwas verkürzte Tour. 

Zunächst führte uns das rote X auf einem bequemen Weg durch Wiesen und Wald, vorbei an rauschenden Bächen und kleinen Kaskaden, bevor es dann ein steiler, steiniger Anstieg zum Collet Mansuy wurde, einem Pass auf 1055 m Höhe. 

Ab hier hieß es wieder aufgepasst – der Weg folgt dem gelben Ring und ist gekennzeichnet als „Sentier Technique – Passage Dangereux“ - also steil, steinig und kraxelig hinauf zum Rocher du Lac, der einen grandiosen Ausblick auf den kleinen Gletschersee zu seinen Füßen bietet. 

Mit Stahlseilen versichert ging es weiter und hinunter zum Seeufer, jedoch gleich wieder erneut auf dem „Sentier Technique – Passage Dangereux“ steil in die Höhe und zurück zum Collet Mansuy. 

Mittlerweile hatte es sich leider total zugezogen und zu regnen begonnen, was aber nicht tragisch war, denn vom Pass folgten wir dem breiten Weg mit dem roten Kreuz, vorbei an einem zugewucherten Lost Place und einer Schutzhütte zurück zum Col du Brabant. 

An der Schutzhütte verließen wir den Wald und nach dem Regen wanderten wir nun in den Wolken durch eine stille Wiesenwelt...

Auch diese Tour war nicht ohne sportlichen Anspruch und durch die verschiedenen Wetterzonen sehr abwechslungsreich – wir haben das Beste aus diesem Wandertag gemacht und waren auch dieses Mal müde, aber glücklich!
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16.06.2025 
3. Tag: von der Cascade du Rudlin auf die Hautes Chaumes 

Das Wetter hielt sich diesmal nicht an die Vorhersage, sodass wir am Col de la Schlucht die geplante Tour überdachten, denn es sollte heute der Sentier des Roches sein. Da sich jedoch der Col in Wolken gehüllt präsentierte und es ordentlich nass war am Boden, haben wir umdisponiert und sind ein Stückchen weitergefahren ins Tal von Le Valtin, das landschaftlich sehr reizvoll ist und längst nicht so überlaufen wie die Gegend direkt am Col de la Schlucht. 

Vom Etang des Dames starteten wir auf einem schmalen, verwachsenen Pfad mit dem roten X zur Cascade du Rudlin, wo sich die Wasser sehr beeindruckend aus ca. 10 m Höhe mit viel Getöse in einen kleinen Kessel stürzen. Nach einer ausgiebigen Fotopause machten wir uns auf und erklommen Meter für Meter die Serpentine, die unablässig ansteigend über 500 Höhenmeter am Stück hinaufführt zum Gazon du Faing. 

Dieser Pfad wurde seinerzeit genutzt, um im ersten Weltkrieg eine Standseilbahn von Rudlin zum Gazon du Faing zu bauen. Wie beschwerlich diese Arbeit gewesen sein muss, kann man sich kaum vorstellen, denn wie der Wanderweg musste auch die Standseilbahn auf ca. 2 km Strecke rund 500 Höhenmeter überwinden. 

Nachdem wir nun fast die gesamten Höhenmeter des Tages hinter uns hatten, machten wir einen kurzen Abstecher zu den Roche des Fées (1220 m), um auf den etwas versteckt liegenden Monolithfelsen eine wohlverdiente Pause zu machen. Jedoch – von zahlreichen Fliegen umschwirrt, machten wir uns bald wieder auf die Socken.

Das rote X begleitete uns durch das streng geschützte Gebiet mit Wiesen, urigem Wald und Bächen, die Moorwasser in leuchtenden Farben führen, bis zur Auberge du Gazon du Faing an der Route des Crêtes. Dann folgten wir dem grünen Ring hinauf auf die Hochfläche, zum Taubenklangfelsen und zum Soultzeren Eck. 

Mit weiten Blicken rundum in alle Richtungen wanderten wir nun mit dem roten Zeichen des hier oben sehr frequentierten GR 5 gut 2,5 km in Richtung Norden über die Hautes Chaumes. Diese streng geschützten Gebiete bescheren mit ihrem moorigen Boden ein besonders angenehmes Wandererlebnis – man läuft streckenweise wie auf einem dicken Teppich.

Entstanden sind diese Zonen durch Menschenhand, denn in früheren Jahrhunderten wurde hier oben fast alles abgeholzt, und heutzutage finden sich ausgedehnte Wiesen von alpinem Charakter neben niedrigen Gehölzen wie in der Tundra.

Mit Erreichen des Waldrandes, bogen wir mit dem blauen Dreieck ab und folgten dem Sentier du Ruhlock stetig bergab, teils über schmale Felsenpfade, teils auf bequemen Waldwegen, vorbei an kleinen Kaskaden und über rauschende Bäche hinweg zurück zum Etang des Dames. 

Nun hatten wir zwar einen ganz anderen Weg genommen als geplant, aber da sich im Laufe des Vormittages das Wetter deutlich gebessert hatte, war auch dieser Wandertag ein gelungenes Erlebnis! Beim großen Anstieg haben wir wieder ordentlich geschwitzt, jedoch die Abgeschiedenheit genießen können, auf der Hochfläche war dann fast schon zu viel Trubel, beim Abstieg begegnete uns wiederum keine Menschenseele. Alles hat gepasst und wir waren erneut müde, aber sehr zufrieden!
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17.06.2025 
4. Tag: die Heidenmauer auf dem Odilienberg

Der strahlend blaue Himmel am Tag der Heimreise hat uns verlockt, wenigstens eine kurze Tour an der Strecke zu laufen. Nun ja, nicht direkt an der Strecke, aber dennoch nicht zu weit abseits. 

Wir fuhren zum Mont St. Odile mit seinem großen Kloster hoch über der Rheinebene und machten uns auf die Nordroute der Le Mur Païen – der Heidenmauer. 

Der Weg zieht sich recht bequem an diesem monumentalen Bauwerk entlang, das sich mal mehr, mal weniger gut erhalten über teils sehr lange Distanzen erstreckt, über Toreingänge verfügt und viele Zeichen von Bearbeitung aufweist. Immer wieder unterbrochen von natürlichen Felsformationen inklusive kleiner Grotten und Höhlungen.

Insgesamt zieht sich die Heidenmauer auf mehr als zehn Kilometern Länge um die Kuppe des Odilienbergs und stellt ein frühgeschichtliches Denkmal dar, das sein Geheimnis den Archäologen noch längst nicht offenbart hat. Jedenfalls sei die Heidenmauer schon von den Römern und Franken restauriert worden... 

Nach diesem gut zweistündigen, sehr erstaunlichen Waldspaziergang – vorbei an Feldern von Heidelbeeren – gönnten wir uns im Klosterkiosk noch eine kleine Leckerei, bevor aus dann endgültig auf die Autobahn und ab nach Hause ging...

Adieu Frankreich – schön war‘s – wir kommen wieder!!!

Mai 2025 - drei Tage im tiefen Süden der Pfalz, ganz nah an Frankreich

21.05.2025 - zu den Burgen an der Grenze

 Unser erster von drei Wandertagen im "tiefen Süden" des Pfälzerwalds führte uns nach Nothweiler.

Da es schon auf der Anfahrt regnete, sich alles grau zuzog und für den Nachmittag Gewitter angesagt waren, entschieden wir uns für eine kurze Runde zu den drei Burgen an der Grenze.

Von Nothweiler ging es direkt über die grüne Grenze, hoch zum Col du Schaufelhard und weiter zum Col du Litschhof. Von dort erfolgte der Aufstieg zum Chateau Löwenstein, von wo wir einen ersten Rundumblick auf endlose Waldgipfel und freie Sicht auf den monumentalen Fleckenstein gegenüber genießen konnten. 

Mittlerweile war auch die Sonne durchgekommen und unter blauem Himmel ging es das kurze Stück hinüber zur Hohenbourg, die wir natürlich ebenfalls erkundeten.

Das nächste Highlight unserer kleinen Tour war die Wegelnburg, zu der ein Pfad am Maidebrunnen vorbei und zurück auf die deutsche Seite führt.

Alle drei Burgen haben wir seit Jahren nicht mehr besucht und vor allem die Wegelnburg hat uns im sanierten Zustand sehr begeistert! 

Beim Abstieg zurück nach Nothweiler fing es an zu donnern, sodass wir die Füße in die Hand nahmen und wenige Minuten vor dem einsetzenden Regen den Parkplatz erreichten. 

Also hat wieder mal alles gepasst! 

Wir haben lange vermisste Burgen besucht und waren zwar nicht weit, aber am Ende recht flott unterwegs. 

Unsere Runde betrug gute 12 km und 485 hm. 

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22.05.2025 - Busenberger Holzschuhpfad, die Osthälfte 

 Vom Parkplatz bei der Sägmühle zwischen Vorderweidenthal und Erlenbach - als Quereinstieg - folgten wir kurz dem blau-gelben Zeichen, das uns zum Holzschuhpfad brachte. 

Wir bogen rechts ab und erreichten schon bald das endlos wirkende Felsmassiv der Buhlsteine, unser erstes Highlight,  das einen Rundumblick zu den umliegenden Felsen und auf die Dahner Burgen, alles noch unter dunklen Wolken, zu bieten hatte. 

Bald darauf stiegen wir, mittlerweile im Sonnenschein, auf den Löffelsberg, dessen Steinmännchen geruhsame Wegbegleiter abgeben. Von dort oben gibt's beste Aussichten auf die Langwalderfelsen und den Pferchfeldturm, an deren Fuß wir dann im Wald entlang wanderten.

Da wir uns bei den Felsen mit Schauen und Knipsen leider vertrödelt hatten, bogen wir am Hexenplätzel vom Holzschuhpfad ab, durchquerten Busenberg und steuerten direkt die Burg Drachenfels an.

Natürlich mussten wir hier hinauf und konnten uns kaum sattsehen an den Pfälzerwaldbergen ringsum.

Nun folgten als letzte Highlights noch der Buchkammerfelsen, der Heidenfels und der Schlüsselfelsen, dann stiegen wir endgültig ab von der Felsenherrlichkeit, wanderten vorbei an der St. Gertrud-Kapelle und zurück zum Parkplatz bei der Sägmühle.

Dies war ein Wandertag, wie man ihn sich nicht besser wünschen kann: sportliche Anstiege auf schmalen Pfaden, Felsen und Weitblicke ohne Ende, Sonne, Wind und Wolken - einfach klasse!

Das waren 18 km mit 730 hm.

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23.05.2025 - Burg Guttenberg und die Waldgeister
Vom Parkplatz Drei Eichen bei Böllenborn stiegen wir zunächst auf die Hohe Derst zum Steinernen Tisch, von dort wieder hinunter und zur Burg Guttenberg, die einen Rundumblick erster Klasse auf die Rheinebene und den Schwarzwald bietet.

Von dort ging es bis ganz hinunter zum Weintor in Schweigen und durch die Wingert hinüber nach Oberotterbach.

Hier bogen wir links ab, wanderten an den Waldgeistern entlang wieder bergauf und zurück zum gut versteckt liegenden Wanderparkplatz.

Am Ende des Waldgeisterwegs lernten wir sogar den betagten Holzkünstler kennen, der die Geister geschaffen hat. Ein freundlicher Pfälzer, dem wir von Herzen alles Gute wünschen, denn leider geht es ihm gesundheitlich nicht gut. 

Insgesamt führte auch diese überwiegend sonnige Runde hauptsächlich über schöne schmale Waldpfade und eröffnete weite Aussichten in alle Richtungen.

Unsere Abschlusstour betrug 16 km und 473 hm. 

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